71. Lueg-Schwinget vom 11. September 2016

Bei ausgezeichnetem Herbstwetter mit viel Sonnenschein fanden sich 550 Zuschauende auf der Lueg ein, um die Arbeit der angetretenen 46 Schwinger zu begutachten.

Zwar begann der 71. Lueg-Schwinget mit einer für etliche Schwingfestbesuchende etwas enttäuschenden Nachricht: Sämi Giger, der beim vergangenen Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer die Massen begeistert hatte, konnte infolge Erkrankung nicht an den Start gehen. Doch entwickelte sich bereits in den ersten Gängen eine gute Stimmung auf der Lueg-Tribüne, so dass niemand mehr Trübsal blasen mochte.

Die antretenden Gästeschwinger vom Schwingklub Ottenberg – der Thurgauer Verein ist seit vielen Jahren mit dem organisierenden Schwingklub Burgdorf befreundet – hatten ohne ihr Leitpferd Giger eine schwierige Aufgabe. Während des ganzen Wettkampfs waren die Führungspositionen fest in Oberaargauer Hand und ab dem dritten Gang fanden sich zwei Simons, Mathys und Röthlisberger, an der Spitze. Dies war nicht unbedingt erwartet worden, befand sich doch mit Patrick Schenk ein Emmentaler Neu-Eidgenosse im Feld – dem die beiden Führenden jedoch entgegen hielten. Während Röthlisberger im Anschwingen einen Gestellten buchte, unterlag Schenk dem anderen Oberaargauer, Simon Mathys, im vierten Gang gar.

So kam es zum Schlussgang der beiden Namensvetter Mathys und Röthlisberger – Mathys allerdings dank fünf Siegen mit einem nur theoretisch einholbaren Vorsprung. Doch Mathys bewies, dass er eindeutig Mann des Tages war und liess nie Zweifel an seiner Stärke aufkommen. In der vierten Minute war es schliesslich nach einem Übersprung um Röthlisberger geschehen. Während sich der Final-Verlierer den Ehrenplatz vor Patrick Schenk sicherte, durfte Mathys aus den Händen von Jörg Moser vom Landgasthof & Seminarhotel Lueg den Siegermuni „Force vo dr Lueg“ entgegennehmen. Jörg Moser hatte sich mit diesem für den Lueg-Schwinget ungewöhnlichen Siegerpreis einen Traum erfüllt. Mit einem Augenzwinkern lehnte Moser den Muni-Namen, welcher „Kraft von der Lueg“ bedeutet, an den Namen des Siegermunis des „Eidgenössischen“ 2013 in Burgdorf an – Fors vo dr Lueg. Selbstverständlich im Einverständnis des Schwingerkönigs Matthias Sempach, war Moser doch vor drei Jahren der Co-Spender dessen Tiers gewesen.

Den Lueg-Cup sicherten sich – nach vielen Jahren der Dominanz durch den Schwingklub Kirchberg – die Schwinger vom Schwingklub Herzogenbuchsee, dem Klub von Simon Mathys. Der Nachwuchswettkampf ging gleich mit zwei Siegern zu Ende: Remo Blatter und Dario de Fusco sicherten sich ex-aequo den ersten Platz.

Rangliste

1. Mathys Simon, Walliswil b. Wangen 59.75 Schlussgang
2a. Röthlisberger Simon, Leimiswil 57.25 Schlussgang
3a. Schenk Patrick, Wasen i.E. 57.00
3b. Weyermann Florian, Lotzwil 57.00
4a. Bachmann Michael, Wynigen 56.75
4b. Beer Peter, Oey 56.75
4c. Bremgartner Marcel, Busswil b. Melchnau 56.75
5a. Aebi Roger, Rohrbach 56.50
5b. Weyermann Michael, Lotzwil 56.50
6a. Zangger Dominik, Pfaffnau 56.25
6b. Bernhard Marco, Urtenen-Schönbühl 56.25
7a. Gerber Stefan, Rüegsbach 55.50
7b. Zangger Janik, Pfaffnau 55.50

Notenblatt des Siegers Mathys Simon

+ Weyermann Florian 10.00
+ Blaser Christian 10.00
+ Weyermann Michael 10.00
+ Schenk Patrick 10.00
+ Beer Peter 9.75
+ Röthlisberger Simon 10.00

Schlussrangliste Oberaargauer Lueg-Cup

1. Schwingklub Herzogenbuchsee 902.00
2. Schwingklub Kirchberg 896.75
3. Schwingklub Langenthal 891.00

Nachwuchswertung Oberaargauer Lueg-Cup


1. Blatter Remo, Tscheppach 218.75
1. De Fusco Dario, Ursenbach 218.75
2. Nager Yannick, Obersteckholz 217.75
3. Jakob Marco, Obersteckholz 216.50

 

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