Immerhin die Hauptversammlung fand statt.

Wie schon 2020 konnten auch im 2021 corona-bedingt nur die wenigsten Aktiviäten des Schwingklubs Burgdorf durchgeführt werden. Umso erfreulicher für den Klub, dass wenigstens die diesjährige Hauptversammlung vom 5. November 2021 im Restaurant Linde in Wynigen ordnungsgemäss stattfinden konnte. Mag der Blick auf das vergangene Jahr kein freudiger sein, umso mehr ist es jener in die Zukunft. Denn da stehen einige „Leckerbissen“ auf dem Programm.

 

Auch der Präsident des Schwingklubs Burgdorf, Patrick Sommer, kann es nicht verbergen. Er hat genug von Corona und all den damit verbundenen Auswirkungen. Er ist damit nicht alleine. Mit ihm zusammen nehmen rund 41 anwesende Klubmitglieder Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr. Es war geprägt von Unsicherheiten und Absagen. Nach der nicht stattgefundenen Schwingsaison 2020 reichte es leider auch in der verkürzten Saison 2021 keinem Burgdorfer Schwinger zu einem Kranz. Hingegen durfte bei den Jungschwingern ein Zweig bejubelt werden. Gerber Dario ergang diesen im Sommer anlässlich des Jungschwingertag auf der kleinen Scheidegg.

 

Bei den staturaischen Traktanden mussten zudem einige offene Punkte der abgesagten Hauptversammlung 2020 nachgeholt werden. Es galt, den abtretenden Kassier Heinz Gerber zu ersetzen, dessen Aufgaben vom Technischen Leiter der Aktiven, Lars Schmid übernommen wurde. Seine Charge wiederum verantwortet neu Tobias Siegenthaler, der einige Monate zuvor als Aktivschwinger zurückgetreten war. Und in diesem Jahr wird Remo Mühlethaler als neuer Medienchef „vereidigt“. Er folgt auf Raphael Wild, der per Ende Jahr seinen Rücktritt bekannt gab. Die Arbeit der beiden Austretenden wurde gebührend verdankt und Heinz Gerber zum Ehrenmitglied und Raphael Wild zum Freimitglied ernannt.

 

Bücher sind resistent

Pünktlich auf das Jubiläumsjahr 2020 besuchte „Corona“ den Schwingklub Burgdorf. Die dazu mit viel Aufwand geplanten Jubiläumsfeierlichkeiten mussten abgesagt werden und konnten auch im 2021 nicht nachgeholt werden. Nicht genug, dass der Klub im 2020 auf 100 Jahre Bestehen zurückblicken konnte; auch der klubeigene Lueg-Schwinget feierte just im gleichen Jahr sein 75-Jahr-Jubiläum. Auch dies musste abgesagt werden. Ganz unterkriegen liess sich der Vorstand dann aber nicht. Für die Feierlichkeiten wurde auch eine Chronik verfasst, in der auf 144 Seiten die Geschichte des Klubs zusammengefasst widergegeben wird. Diese Chronik wurde dann trotzdem im Jubiläumsjahr veröffentlicht, denn Bücher sind gegen das Virus resistent. Die Chronik kann heute noch gratis beim Schwingklub bezogen werden. Ob die Feierlichkeiten nachholt werden, will der Vorstand erst entscheiden, wenn die pandemische Lage berechenbarer wird.

 

Pratteln und dann 3 Mal Burgdorf

Auch der Blick in die Zukunft gehört zum Jahresbericht des Präsidenten. Und dieser Blick sieht einiges verheissungsvoller aus. Bereits nächstes Jahr findet in Pratteln (BL) das nächste Eidgenössische Schwing- und Älplerfest statt. Ein „Leckerbissen“ für jeden Schwingfan. Wer im Schwingklub Burgdorf schon angepackt und den Klub unterstützt hat, erhält die Chance auf eines der wenigen, begehrten Tickets. Zwei Jahre später, im Jahre 2024, wird Burgdorf wieder zum „Hot-Spot“ der Schwingergemeinde. So finden innerhalb von zwei Wochenenden gleich drei Schwingfeste auf der Schützenmatt zu Burgdorf statt . Neben dem Oberaargauischen und Emmentalischen Schwingfest sucht auch das Bernisch-kantonale einen Sieger. Bis dahin, so hofft der ganze Schwingklub, wird Corona kein Thema mehr sein. Und auch der Präsident wird bis dann sein Lachen wieder gefunden haben.